Geschichte Weingarts

Die Siedlung Weingarts geht vermutlich auf das späte 11. Jahrhundert zurück. Seine erste urkundliche Erwähnung findet der Ort im Jahr 1243 unter dem Namen „Meingers“ – noch heute spricht der Volksmund von „Maigisch“. Ebenso wie in Ermreus ist auch die Entwicklung von Weingarts geprägt von der Aufteilung auf mehrere Grundherren: Um 1800 hatte Weingarts insgesamt 49 Anwesen, 13 davon gehörten der Kunreuther Schlossherrschaft, also den Herren von Egloffstein. Das Kastenamt Neunkirchen war mit immerhin 32 zugehörigen Anwesen der bedeutendste Grundherr. Daneben traten die Herren von Seinsheim-Pretzfeld, das Gotteshaus Regensberg sowie die Gemeinde Oberehrenbach als Grundherren auf. Regensberg hatte zur gleichen Zeit neben dem Schloss sieben Anwesen, die grundherrschaftlich allesamt dem Amt Regensberg unterstellt waren.

Im Rahmen der Neuordnung und Neuorganisation Bayerns in den beiden ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts wurden die Dörfer Regensberg und Weingarts gemeinsam mit dem Nachbarort Oberehrenbach zu einer Gemeinde zusammenfasst. Dieser Zusammenschluss hatte bis 1951 Bestand, als sich die beiden Dörfer wieder von der Gemeinde Oberehrenbach trennten und fortan (bis zur Gemeindegebietsreform) zusammen die selbstständige Gemeinde Weingarts bildeten.