05.02.2019: Helferkreis-Schulung in Kunreuth wurde erfolgreich durchgeführt!


05.02.2019: Helferkreis-Schulung in Kunreuth wurde erfolgreich durchgeführt!1. Helferkreis-Schulung in Kunreuth wurde erfolgreich durchgeführt!

Über zwanzig Interessierte trafen sich seit November 2018 an fünf Samstagen zur ersten Helferkreisschulung in Kunreuth. Angeregt und organisiert wurde der Lehrgang vom Verein „Kunreuth-hier lässt sich’s leben e.V.“. Bereits im Herbst 2017 hatte man Frau Pohl von der Angehörigenberatung des Diakonischen Werkes Bamberg-Forchheim e.V. zu einer Vereinssitzung  eingeladen, wo sie über diese Möglichkeit einer Schulung von Betreuungshelfern informierte.

Ein daraufhin für das Frühjahr 2018 angebotener Kurs kam leider mangels Interessenten nicht zustande. Umso größer war die Überraschung, als beim nächsten Anlauf für die Schulung in kurzer Zeit über 20 Anmeldungen eingingen! Sechs Anmeldungen allein aus Kunreuth lagen vor!

Die Treffen fanden teils im Gemeinderatszimmer des Rathauses Kunreuth und teils im Pfarrheim in Weingarts statt. Einen Samstag verbrachte die Gruppe in der Tagesstätte des Diakonischen Werkes in Mostviel, wo die dortige Leiterin, Frau Irmgard Ginzel, die dortige Einrichtung vorstellte, die auf ihre persönliche Initiative vor einigen Jahren von ihr dort angemietet und aufgebaut wurde und seitdem auch geleitet wird. Hier gibt es verschiedene Gruppen Demenzkranker, die in der Tagespflege aktiv, umfassend und vor allem sehr liebevoll betreut werden. Zudem ist im Haus eine Großküche untergebracht, die zahlreiche Institutionen wie Kindergärten etc. im Landkreis zur Mittagszeit mit insgesamt mehr als 400 Essen beliefert.

Lerninhalte der Schulung sind vor allem die Vermittlung von Basiskenntnissen über gerontopsychiatrische Krankheitsbilder und der Umgang mit Erkrankten und auch deren Angehörigen. Ein ganzer Tag behandelt die Rechtlichen Hintergründe und die unterschiedlichen Formen der Pflege, und einen Tag widmete Frau Pohl der Erläuterung des Ehrenamtes und der Aufgaben im Einzelnen derer, die sich mit ihrem neu erworbenen Kenntnissen z.B. in einem Helferkreis engagieren wollen.

Sehr viele anschauliche Beispiele aus der Praxis – in unnachahmlicher Art von Frau Pohl lebendig und eindringlich geschildert – konnten uns die Situation aus Sicht Betroffener und auch Angehöriger vermitteln. Wie fühlt sich ein Dementer, wie können und sollten wir als Gesunde mit ihnen umgehen, wie können wir sie in ihrer Krankheit trotzdem fördern? Welche Probleme tragen deren Angehörige mit sich herum und in welcher Form kann ihnen Unterstützung und auch Entlastung gegeben werden?

Nicht nur für diejenigen, die sich ehrenamtlich engagieren wollen oder selbst in der Pflegesituation sind – auch für alle anderen waren unendlich viele und hilfreiche Tipps dabei, wie jeder von uns sich im Umgang mit betroffenen Erkrankten, deren Angehörigen und Pflegenden verhalten und einbringen kann. Frau Pohl gelang es, Verständnis zu wecken, um Kontakte zu Betroffenen nicht zu meiden, sondern für sie Ansprechpartner und Freunde zu bleiben und zu helfen!

Die Schulung war durch die unterhaltsame und praxisnahe Vermittlung des manchmal doch eher trockenen Stoffs durch Frau Pohl nie langweilig, immer lehrreich und trotz des ernsten Themas immer von einer fröhlichen und gelösten Stimmung geprägt! Der ehrliche Dank der Runde zeigte sich durch ein herzliches Dankeschön in Form eines Essensgutscheins und eines Frühlingsgestecks und einem herzlichen Abschied am letzten Veranstaltungstag.

Wir Kunreuther hoffen nun natürlich auf einen baldigen Baubeginn der Pflegeeinrichtung in Kunreuth und planen bereits „Übungseinsätze“ in Mostviel und im privaten Bereich, um dann nach Fertigstellung, was für das Jahr 2020 geplant ist,  mit genügend Praxis und Erfahrung tätig werden zu können!

Annette Dokoupil-Gutensohn , Kunreuth









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